Antichrist Sw
V-LN: 9778807 - V-ID: 14816
Vesländer Halbblut Rappe (Ee aa)
Wallach
175cm Stockmaß
Als Turnierpferd eingetragen
Zum Original-Steckbrief
Geburtstag laut Register: 01.01.2010
Nachkommen im Register
Antichrist hat 1 Nachkommen
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Wenn ihr diesen Hengst einmal in Aktion erlebt habt, dann wisst ihr ungefähr, welches Kaliber euch erwartet. Lackschwarz ist er, nur ein weißes Fleckchen findet sich auf dem makellos glänzenden Fell, das dunkler nicht sein könnte und die Augen scheinen geradezu herausfordernd zu funkeln – das mag der erste Eindruck von diesem Rappen sein, direkt gefolgt von dem zweiten, der aus einer Staubwolke und einem davon stiebenden Hengst bestehen könnte. Das wäre am ehesten das, was Antichrist in einem Satz beschreibt: Eine Herausforderung, die es wirklich in sich hat. Leicht zu händeln ist er nicht unbedingt, bekloppt möchten wir ihn aber auch nicht betiteln, wir nennen solche Pferde hier „eigen“.
Antichrist, im Stall gerne auch „Arzoc“ gerufen, ist eine eigene Nachzucht aus unserem Hause und gehört der noch jungen Rasse der Vesländer an, auch wenn er sich von den meisten Vertretern dieses Verbandes durchaus durch seine hochblütigen Vorfahren abheben kann: Mit Venoms Pride, dem Englischen Vollblut, das man als Paradebeispiel für diese Rasse sehen könnte, als Papa und Ashtoreth, einer Vesländer Halbblutstute als Mutter, mangelt es diesem Hengst mit Sicherheit an so manchem nicht: Temperament, Schnelligkeit und einem enorm zähen Wesen. Der Rappe ist noch dazu ein wahrer Hüne, obwohl gerade Ashtoreth zu den kleineren Vertretern ihrer Rasse, wohl dem arabischen Vater geschuldet, gehört und auch Venoms Pride nicht unbedingt ungewöhnlich groß ist. Der Sohnemann hat stattdessen die feuerrote Fellfarbe weggelassen und überragt den Vater noch einmal um 5 Zentimeter. Das wirkt schon recht imposant, wenn dieser drahtige, muskulöse und hochgewachsene Hengst vor einem aufragt – doch das ist erst der Anfang.
Antichrist macht in gewisser Weise seinem Namen Ehre. Jedenfalls dem ersten Wortteil, wie einer unserer Reiter einmal belustigt feststellte, nachdem der Hengst ihn auf den Boden der Tatsachen befördert hatte: „Anti“ ist der Hengst gern und christlich schon mal überhaupt nicht. Nächstenliebe kennt er nur, wenn er sich selbst der nächste ist oder sich dadurch eine Sonderbehandlung seines Zweibeiners erschleichen kann. Getötet hat er bisher nur die Stechmücken, die ihn im Sommer so nerven, aber Schummeln tut er doch recht gern: Besonders sich an den anderen vorbei, wenn es um Essbares geht. Man könnte nun eigentlich sämtliche christlichen Gebote durchgehen und würde wohl zu jedem eine Situation finden, in der Arzoc sie im übertragenen Sinne bereits gebrochen hat, doch konzentrieren wir uns auf das Anti.
Arzoc ist einfach nicht wie die meisten anderen Pferde. Er war ein wahrer Spätzünder: Zwar schon im jungen Alter sehr hoch gewachsen, schienen die restlichen Partien noch nicht mitgewachsen zu sein, denn selbst als dreijähriger hatte er noch eine Aufmerksamkeitsspanne, die der eines Jährlings glich und eine Koordination, die manchmal den Absetzern auf der Fohlenweide Konkurrenz machte. Es fiel schnell die Entscheidung, ihm mehr Zeit zu lassen, um reifen zu können und so können wir nun einen Hengst unter dem Sattel vorstellen, der sein jugendliches Temperament zwar noch nicht wirklich abgelegt hat, aber zumindest den Ehrgeiz, die Balanciertheit und sein volles Bewegungsvermögen für sich entdeckt hat.
Dieser Rappe gleicht nur noch selten dem Jungspund, den wir damals für zu unreif befunden haben, um ihn bereits unter den Sattel zu nehmen. Er wirkt imposant, stolz wie ein Hengst nur sein kann und ist so wählerisch wie anspruchsvoll bei seinen Reitern. Dabei wählt er nicht einmal bewusst aus, doch nur die mit dem längsten, reißfestesten Geduldsfaden werden auch nur die Möglichkeit erleben den Spaß am Training mit diesem Hochkaräter zu entdecken. Arzoc ist und bleibt eine Herausforderung: Im täglichen Umgang, auf der Weide und vor allem unter dem Sattel.
Gerade unter einem Reiter zeigen sich die verschiedenen Facetten seines Wesens am deutlichsten: Arzoc ist ein Kämpfer, der bis zum letzten geht um das zu bekommen was er möchte. Er ist ein Gentleman, wenn sich seine Interessen mit denen seines Reiters überschneiden. Eine Zeitbombe, die stets mit Vorsicht behandelt werden muss. Und er ist ein Ferrari, den man nun mal nicht wie einen Fiat fahren kann.
Es wurde schnell klar, dass man sich mit diesem Hengst arrangieren können muss um eine gemeinsame Basis für die Zusammenarbeit finden zu können. Wie diese aussah, gestaltete sich allerdings sehr schwierig. Antichrist stemmte sich gegen Restriktionen, besonders im Tempo, und kann ein wahres Ekel sein, wenn man ihn zu sehr zügelt. Er will nach vorne, er will Erster sein und er hat die Kraft und den Willen, das auch gegen seinen Reiter durch zu setzen. Mit diesen Eigenschaften muss sich jeder Reiter erst einmal abfinden und dann den Sprung ins Ungewisse wagen: Auch wenn er so ungestüm und unbedacht wirkt, normalerweise weiß Antichrist genau was er tut und die Aufgabe seines Reiters ist dann, ihm zu vertrauen und zu unterstützen, statt dagegen zu steuern.
Mit diesem Wissen, den unglaublichen Anlagen die unser schwarzer Hüne hat und einem Reiter, der perfekt zu ihm passt, startete Arzoc 2015 erstmals unter dem Sattel gegen die Konkurrenz: Nach längerer Vorbereitung will er es nun allen zeigen.
Zuchtbewertung

Antichrist Sw wurde aufgrund von ASEA Erfolgen zur Zuchtbewertung zugelassen und am 07.02.2020 bewertet
Gebäude: 8
Bewegung: 9
Rittigkeit: 8
Typ: 5
Gesamteindruck: 8
In Summe
38 Punkte
Auszeichnungen
Antichrist hat keine Auszeichnungen
Erfolge im Register
Antichrist ist bei keiner association gemeldet
Antichrist erreichte 1221 Turnierpunkte.
Platz |
Datum |
Ausschreibung |
Veranstaltung |
Turnierort |
Besitzer Reiter |
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